Peter Donohoe gewann 1982 mit beispiellosem Erfolg die Silbermedaille des 7. Tschaikowsky Competition in Moskau und verfolgt seitdem eine eindrucksvolle internationale Karriere, bei der sein großes Repertoire und seine mehr als vierzigjährige Erfahrung als Pianist von ebenso großer Bedeutung sind wie die stete Neugier auf neue, ungewöhnliche Formen des Musizierens. Aufgrund seiner Virtuosität, stilistischen Vielfalt und eindrucksvollen Technik wird er als einer der führenden Pianisten unserer Zeit gefeiert.

Jüngere Engagements führten Peter Donohoe zur Dresdner Staatskapelle mit Myung-Whun Chung, zu den Göteborger Sinfonikern mit Gustavo Dudamel und zum Gürzenich Orchester unter Ludovic Morlot. Er konzertierte außerdem mit dem Niederländischen Radio Philharmonie Orchester, Royal Philharmonic Orchestra und spielte beide Brahms-Concertos mit dem Vancouver Symphony Orchestra. Weitere Engagements führten ihn zum City of Birmingham Symphony und Helsinki Philharmonic Orchestra sowie nach Südamerika. Des Weiteren gastierte er auf einem Messiaen-Festival im spanischen Cuenca anlässlich des 100. Geburtstags des Komponisten.

Peter Donohoe spielte im Eröffnungskonzert Sir Simon Rattles als musikalischer Leiter des Orchesters mit den Berliner Philharmonikern. Außerdem konzertierte er mit allen großen Londoner Orchestern sowie den Royal Concertgebouw, Gewandhausorchester Leipzig, Münchener Philharmonikern, mit dem Schwedischen Runfunkorchester, Orchestre Philharmonique de Radio France, den Wienern sowie den Tschechischen Philharmonischen Orchestern. Siebzehn Jahre lang war er jährlich bei den BBC Proms zu Gast und spielte bei zahlreichen anderen Festivals, so etwa sechs Mal in Folge als Artist in Residence beim Edinburgh Festival, beim Bath International Festival, La Roque d’Antheron in Frankreich sowie beim Ruhr Klavier- und Schleswig Holstein Musikfestival. In den USA gab er Gastspiele mit den Los Angeles Philharmonics sowie den Sinfonieorchestern in Boston, Chicago, Pittsburgh, Cleveland und Detroit. Seit 1984 war er regelmäßig bei den großen australischen Sinfonieorchestern zu Gast, seit 1989 konzertierte er mehrfach mit dem New Zealand Symphony Orchestra in Neuseeland. Erst kürzlich kehrte er von einer umjubelten Argentinien-Tournee mit dem National Symphony Orchestra of Venezuela zurück.

Peter Donohoe arbeitet mit zahlreichen der weltweit führenden Dirigenten, so etwa mit Christoph Eschenbach, Neeme Järvi, Lorin Maazel, Kurt Masur, Andrew Davis und Yevgeny Svetlanov. In jüngerer Zeit konzertierte auch mit vielen herausragenden Dirigenten der jüngeren Generation wie Gustavo Dudamel, Robin Ticciati und Daniel Harding.

Peter Donohoe ist begeisterter Kammermusiker und spielt regelmäßig mit dem Pianisten Martin Roscoe. Gemeinsam gastierten sie in London und auf dem Edinburgh Festival sowie nahmen CDs mit Werken von Gershwin und Rachmaninov auf. Anderer Kammermusikpartner ist u.a. das Maggini Quartett, mit dem er zahlreiche britische Kammermusikwerke aufnahm.

2001 veröffentlichte Naxos eine CD mit Kompositionen von Gerald Finzi mit Peter Donohoe als Solist, die erste CD einer CD-Reihe mit britischer Klaviermusik. Seitdem wurde zahlreiche, von der Kritik hoch gelobte Aufnahmen mit Werken von Anan Rawsthorne, Sir Arthur Bliss, Christian Darnton, Alec Rowley, Howard Ferguson, Roberta Gerhard, Kenneth Alwyn, Thomas Pitfield, John Gardner und Hamilton Harty.

Peter Donohoe machte zahlreiche Aufnahmen bei EMI Records und gewann dafür mehrfach Preise und Auszeichnungen wie den Grand Prix International du Disque Liszt und den Grammophon Concerto Award für die Aufnahme des 2. Klavierkonzerts von Tschaikowsky. Die Aufnahmen von Werken Messiaens mit dem Netherlands Wind Ensemble für Chandos und Werken von Litolff für Hyperion wurden ebenfalls sehr positiv aufgenommen. Seine Aufnahme von Brahms Concerto Nr. 1 mit Svetlanov und dem Philharmonia Orchestra wurde von dem amerikanischen Magazin Stereo Review als beste Aufnahme dieses Werkes gewürdigt.

Peter Donohoe studierte sieben Jahre an der Chetham’s School of Music, außerdem Komposition bei Alexander Goehr an der Leeds University und Klavier bei Derek Wyndham am Royal Northern College of Music. Weitere Studien führten ihn nach Paris, wo er mit Olivier Messiaen und Yvonne Loriod arbeitete. Er ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, etwa des British Liszt Competition in London und des Bartok-Liszt-Competition in Budapest, beide 1976 sowie des Leeds International Piano Competition 1981. Sein Erfolg beim Tschaikowsky-Wettbewerb 1982 verhalf Peter Donohoe zu weltweitem Renommée als Pianisten. Im Juni 2011 kehrte Peter Donohoe als Jurymitglied zum Tschaikowsky-Wettbewerb nach Moskau zurück.

Er ist Vize-Präsident des Konservatoriums in Birmingham und erhielt die Ehrendoktorwürde in Musik an den Universitäten Birmingham, Central England, Warwick, East Anglia, Leicester und an der Open University. Im Jahr 2010 wurde er aufgrund seiner Verdienste um die klassische Musik in die New Years Honours List aufgenommen und mit dem dritten Rang des Order of the British Empire ausgezeichnet.